Sie war das Herz der Sachsenklinik – nun kämpft sie erneut ums Leben. Nach einem Schlaganfall folgt der nächste Schicksalsschlag: Brustkrebs-Rückfall bei der beliebten „In aller Freundschaft“-Darstellerin Uta Schorn.

„Es fühlt sich an wie ein schlechter Traum.“ Diese Worte stammen nicht aus einer Filmrolle – sondern aus dem echten Leben einer Frau, die für viele über Jahre hinweg ein vertrautes Gesicht im Vorabendprogramm war: Uta Schorn, die ehemalige Oberschwester Ingrid aus der Serie In aller Freundschaft.

Vor wenigen Monaten erschütterte die Nachricht ihre Fangemeinde: Ein Schlaganfall zwang die 77-Jährige ins Krankenhaus. Inzwischen hatte sie sich körperlich einigermaßen stabilisiert – doch bei einer routinemäßigen Nachuntersuchung kam es zum nächsten Schock. Die Diagnose: erneuter Brustkrebs. Ein Rückfall. Eine Erinnerung an einen alten, bereits überwunden geglaubten Albtraum, der nun in erschreckender Klarheit zurückkehrt.

Uta Schorn war nie eine Figur für laute Dramen. Als Oberschwester Ingrid war sie stets gefasst, warmherzig, aber resolut – eine Frau, die wusste, was sie wollte, und für die Menschlichkeit nie ein leerer Begriff war. Auch privat schien sie sich nach ihrem Rückzug aus der Schauspielwelt mit einem ruhigeren Leben arrangiert zu haben. Doch das Schicksal war anderer Meinung.

Ihre enge Freundin, die sich anonym gegenüber der Presse äußerte, schilderte einen Moment tiefer Erschütterung. „Gerade hatte sie wieder Hoffnung geschöpft“, sagte sie leise. „Und dann das.“ Der neue Tumor wurde früh erkannt – ein kleiner medizinischer Trost. Doch im Alter von 77 Jahren und nach den bereits durchstandenen gesundheitlichen Rückschläge ist jeder weitere Kampf ein Kraftakt.

Die behandelnden Ärzte sprechen von vorsichtigem Optimismus. Eine Kombination aus Chemotherapie und möglicherweise operativem Eingriff steht bevor. Es wird kein leichter Weg, aber es ist ein Weg – und Uta Schorn scheint entschlossen, ihn zu gehen.

Bemerkenswert ist die Welle der Anteilnahme, die sie begleitet. In den sozialen Medien häufen sich Genesungswünsche, Erinnerungen an ihre TV-Zeit, Botschaften der Liebe und Dankbarkeit. Es sind Fans, die sie nie persönlich trafen – und doch so viel mit ihr verbunden haben. Für viele war sie Teil ihrer Familie, jeden Dienstagabend, für Jahre.

 

Uta Schorn: Nach Schlaganfall in Rehaklinik

Auch frühere Kolleginnen und Kollegen aus der Sachsenklinik melden sich zu Wort. Thomas Rühmann, das Gesicht von Dr. Roland Heilmann, schrieb berührende Zeilen: „Liebe Uta, wir denken an dich. Du warst immer ein Fels – und wirst es auch jetzt wieder sein.“

Solche Worte sagen mehr als jedes offizielle Statement. Sie zeigen, dass hinter den Kulissen von In aller Freundschaft eine echte Gemeinschaft existiert – eine Familie, die weit über Drehbücher hinaus Bestand hat.

Uta Schorn selbst hat sich bisher nicht öffentlich geäußert. Das ist ihr gutes Recht. Sie braucht jetzt Stille, Konzentration, innere Kraft. Doch sie weiß inzwischen auch: Sie ist nicht allein. Menschen, die sie geprägt hat, stehen symbolisch hinter ihr – mit Erinnerungen, mit Liebe, mit Hoffnung.

Wenn man auf ihr filmisches Werk zurückblickt, wird eines deutlich: Uta Schorn spielte nie nur Rollen. Sie verkörperte Haltung, Mut und Tiefe. Genau diese Eigenschaften braucht sie nun erneut – nicht vor der Kamera, sondern im echten Leben.

 

Source: https://edition.cnn.com/
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